Julien Beaudiment Bildquelle: Julien Beaudiment

4. Mannheimer Schlosskonzert

Rittersaal, Schloss Mannheim

Nachdem Julien Beaudiment die Position des Ersten Flötisten beim renommierten Los Angeles Philharmonic innehatte, ist er nun Erster Soloflötist des Orchestre de l’Opéra National de Lyon unter der Leitung von Daniele Rustioni und Dozent am Conservatoire de région de Rueil-Malmaison (Paris) sowie am Conservatoire National Supérieur de Musique de Lyon, wo er die Nachfolge seines berühmten Vorgängers Philippe Bernold antritt.

Zuvor hatte er dieselbe Position beim BBC National Orchestra of Wales inne. Derzeit ist er der einzige französische Musiker, der diese Position in einem britischen Orchester bekleidet hat, und einer der wenigen, denen dies auch in einem amerikanischen Orchester gelungen ist.

Der aus La Rochelle und Bordeaux stammende Musiker überquerte im Alter von 18 Jahren den Ärmelkanal, um an der Guildhall School of Music and Drama in London bei Paul Edmund-Davies zu studieren. Anschließend schrieb er sich am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris ein, wo er in der Klasse von Sophie Cherrier die ersten Preise für Flöte und Kammermusik erhielt.
Seine Jahre in London und Los Angeles haben sein Leben sowohl persönlich als auch musikalisch zweifellos geprägt und beeinflusst.

Seine Solokarriere entwickelte sich rasant, nachdem er das Pariser Konservatorium verlassen hatte. Er tritt als Solist bei renommierten Festivals und auf bedeutenden internationalen Bühnen auf, darunter das Théâtre du Châtelet, das Théâtre des Champs-Élysées, die Salle Gaveau, das Mariinski-Theater in Sankt Petersburg, die Khumo Art Hall und das Art Centre in Seoul, das Konzerthaus Berlin, der Palau de la Música in Barcelona, das Chicago Symphony Center, der Walt Disney Hall in Los Angeles und vielen weiteren, begleitet vom Orchestre de l’Opéra National de Lyon, dem Mariinski-Orchester aus Sankt Petersburg, dem Orchestre des Pays de Savoie, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Seoul Gangsam Philharmonic und vielen anderen.

Von der Hollywood Bowl in Los Angeles bis zur Suntory Hall in Tokio, über das Concertgebouw in Amsterdam oder die Royal Albert Hall in London – er tritt in den schönsten Konzertsälen der Welt mit den Berliner Philharmonikern, dem Simon-Bolivar-Orchester aus Venezuela, dem Estnischen Festivalorchester und vielen anderen unter der Leitung von Sir Simon Rattle, Antonio Pappano, Gustavo Dudamel, Esa-Pekka Salonen, Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach, Paavo Järvi, Sir Roger Norrington und vielen anderen sowie mit Musikern wie Joshua Bell oder Itzhak Perlman und Komponisten wie John Adams oder John Williams auf. 

Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er gemeinsam mit der Pianistin Laetitia Bougnol Gewinner des internationalen Duett-Sonaten-Wettbewerbs in Barcelona. Er trat zudem mit Musikern wie den Dirigenten Lawrence Foster, Benjamin Levy und Karl Heinz Steffens sowie den Solisten David Grimal, Sarah Nemtanu, Hartmut Rhode, Marie-Pierre Langlamet, Isabelle Moretti und Éric Le Sage auf.

Julien begleitete die Choreografen Régine Chopinot und Benjamin Millepied mit Bach-Solostücken und erweiterte sein Tätigkeitsfeld durch Aufnahmen in London in den Abbey Road Studios mit Popstar Sarah Brightman, in Südkorea für den nationalen Sender KBS sowie während seiner Zeit in den USA in Los Angeles im Studio für die Serien „Doctor Who“ und „Battlestar Galactica“. Zudem arbeitete er mit den Schauspielern Seth MacFarlane und Julie Andrews sowie den Popstars John Legend, Antony and the Johnsons und Ruben Blades.

Jeden Sommer unterrichtet er an der internationalen Sommerakademie in Nizza, an der Akademie des Anwesens Forget in Kanada sowie bei zahlreichen Meisterkursen rund um die Welt.

Im Jahr 2025 wurde er vom „Franco-Canadienne Cultural Exchange“ zum „Distinguished Artist“ ernannt, wodurch er als Artist in Residence an der Universität Toronto tätig war.

Julien räumt seiner Rolle als Botschafter der „Reymn Foundation“ und als Vorstandsmitglied von „Music Beyond“, einem amerikanischen Verein mit Sitz in New York, der sich der Ausbildung und Förderung junger Musiker in Afrika widmet, einen wichtigen Platz in seinem Leben ein.

Er hat drei Alben veröffentlicht: „California Dreamin’“ beim Label Klarthe sowie beim Label Orchid Classics „Badinerie“ in einem Recital mit der Harfenistin Marie-Pierre Langlamet und „Mozart“, begleitet vom Orchester der Opéra National de Lyon.

Paul Meyer zählt zu den herausragendsten Klarinettisten weltweit und konzertiert regelmäßig mit den großen Orchestern in Europa und den USA, in Fernost und Australien. Er ist Widmungsträger von über 20 Welturaufführungen, u. a. den Konzerten von Penderecki, Berio, Corigliano, Thierry Escaich, Qigang Chen oder Michael Jarrell, die Paul Meyer in Salzburg, Amsterdam oder Wien ins Leben rief und die seither im Repertoire sind.

Neben seiner solistischen Karriere ist Paul Meyer seit 1988 international als Dirigent tätig. Er ist Gründer des Orchestre de Chambre d’Alsace, war Assistent von John Carewe beim Northern Junior Philharmonic in England und wurde 2007 von Myung Whun Chung zum »Associate Chief Conductor« des Seoul Philharmonic Orchestra ernannt, dessen internationales Profil er vor allem mit französischem Repertoire und Werken von Roussel, Dukas und Saint-Saëns prägte. Paul Meyer ist Mitbegründer der dortigen Orchesterakademie für junge Nachwuchskünstler*innen. Von 2009 bis 2012 war Paul Meyer Chefdirigent des Tokyo Kosei Wind Orchestra und arbeitet seither mit namhaften Orchestern wie dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Orchestre Philharmonique de Nice, l’Orchestre National de Bordeaux, den Hamburger Sinfonikern, dem Royal Flemish Philharmonik, Tokyo Philharmonic Orchestra, Danish Symphony Orchestra oder auch dem China Philharmonic Orchestra.

Sein bisheriges künstlerisches Schaffen ist auf mehr als 50 CD-Einspielungen bei führenden Labels dokumentiert, darunter DGG, Sony, RCA, EMI und Virgin; hierfür wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wie z.B. Fono-Forum, Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique, Gramophon und Grammy Awards. Nennenswert sind vor allem seine Einspielungen als Dirigent mit der Camerata Padova (Klavierkonzerte von Mozart und Haydn mit JM Luisada), mit dem Orchestra Philharmonique Royal de Liège (Werke von Darius Milhaud), dem Brussels Philharmonic (Werke von Corigliano & Carter), mit der Staatskapelle Weimar (Cellokonzert Elgar & Walton) sowie Hornkonzerte verschiedener Epochen mit dem Stuttgarter Kammerorchester und die hocherfolgreiche CD »Bolero de Meyer« mit dem Tokyo Kosei Orchestra. Preisgekrönt ist seine Reihe von Play-Conduct Einspielungen mit dem Orchestre de Chambre de Lausanne.

In der Reihe der von Paul Meyer bisher dirigierten Kammerorchester sind u. a. folgende zu nennen: Orchestre de Chambre de Paris, Scottish Chamber Orchestra, English Chamber Orchestra, Stockholm Chamber Orchestra, Prague Philharmonia, Prager Kammerorchester, Sinfonia Varsovia, Stuttgarter Kammerorchester, Münchener Kammerorchester.

2012 verlieh der französische Staat Paul Meyer für seine bisherigen musikalischen Verdienste die höchste kulturelle Auszeichnung des »Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres«.

Seit der Spielzeit 2019 ı 2020 ist Paul Meyer in der Nachfolge von Johannes Schlaefli Chefdirigent des Kurpfälzischen Kammerorchesters.

13. Februar 2027
Samstag 19:00 Uhr
Konzerteinführung um 18:15 Uhr
14. Februar 2027
Sonntag 18:00 Uhr
Konzerteinführung um 17:15 Uhr

Christian Cannabich 1731‒1798)
Ouvertüre aus "Le rendes-vous, ballet de chasse"

Johann Baptist Wendling (1723‒1797)
Flötenkonzert C-Dur

Franz Ignaz Holzbauer (1711‒1783)
Sinfonie Es-Dur op. 3, Nr. 1 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756‒1791)
Flötenkonzert G-Dur KV 313

Wolfgang Amadeus Mozart (1756‒1791)
Sinfonie Nr. 14 A-Dur KV 114

 

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